And turned our future upside-down

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And turned our future upside-down

Beitrag von Gast am Mi 04 Nov 2015, 18:33

And turned our future upside-down
Lena Schönbach & Leon Goretzka│ 13.01.19 │ London


Die Weltmeisterschaft war gewonnen und somit verteidigt worden. Leon hatte seinen Anteil dazu beigetragen, was ihn sehr stolz und glücklich gemacht hatte. Nie im Leben hätte er gedacht im Mittelfeld neben Max, Jule oder Lewis aufzulaufen oder halt mit seinem ehemaligen beziehungsweise abwesenden Mannschaftskapitän Benni. Einfach genial war diese Zeit gewesen, vor allem für Lena, die mit ihm durch all mögliche Städte Deutschlands getourt war und sich mit den Spielerfrauen angefreundet hatte. Natürlich hatten sie auch viel Zeit miteinander verbracht, konnten von sich sagen die unmöglichsten Situationen während der WM erlebt zu haben. 
Danach war er in den Alltag wieder eingestiegen, was soviel hieß mit Lena zurück nach London geflogen zu sein und unter José Mourinho wieder zu trainieren. Ligabeginn eben, der so stressig wie noch nie gewesen war. Prompt war er mit schlechter Leistung vom Platz gegangen und wurde von dem Portugiesen zur Sau gemacht was das Zeug hielt. Das hatte ihm Anfang echt die Lust und Laune auf Chelsea verdorben, aber letztens Jahr war es ja ähnlich gewesen und Lena hatte ihn wieder aufgebaut. Diesmal war das genauso gewesen und nach zwei Ligaspielen hatte es dann gegen Bournemouth einwandfrei geklappt. Er hatte eine gute Leistung auf dem Platz gezeigt und sogar ein Tor geschossen, was er natürlich seiner Liebsten gewidmet hatte. Mourinho war danach wieder völlig von ihm begeistert und wollte das er sich immer so anstrengte, was Leon auch die nächsten Monate tat. 

Die Blondine unterstützte er während der letzten Monate ebenfalls tatkräftig und ließ es sich nicht nehmen ihr hier und da ein wenig zu helfen, was sowieso immer darin endete das er nicht kapierte was sie da machte sowie das es meist im Sex endete. Reine Abwechslung also und das konnte er neben Sport super gebrauchen. 

So auch heute, als er vom ersten Training nach der Winterpause, nachhause kam und sich sowas irgendwie verdient hatte. In der Kälte zu ackern war sowas von in die Hose gegangen, sodass alle schwitzend und qualmend vom Trainingsplatz gegangen waren. Danach war ihm sehr kalt geworden, als er noch ins Büro des Geschäftsführers bestellt worden war um vertragliche Dinge zu klären. Schließlich lief sein Vertrag in den nächsten zwei Wochen aus und dann hieß es wieder Schalke. Doch wollte er bleiben und überlegte sich von Chelsea kaufen zu lassen. Das wollte er vorerst aber noch mit seiner Freundin besprechen und war danach in den Audi gestiegen war, um zur gemeinsamen Wohnung zu fahren, wo er Lena vermutete. Die Liebe studierte in ihrem drittletzten Semester und schrieb sich fleißig Medizinsachen auf. Laut polternd trat er in die Wohnung und zog seine Sachen aus, beziehungsweise brachte er sie in die Waschküche. Eine kleine grüne Box bemerkte er im vorbeigehen, nahm diese mit ins Wohnzimmer wo er Lena vermutete und auch fand. Die hing mit dem Stift über irgendetwas das nach Uni Zeugs aussah. Die Box stellte er auf dem Couch Tisch ab. "Naaa, ich bin wieder da. Krieg ich nen Kuss? Und wie war dein Tag so?", begrüßte er sie breit lächelnd und beugte sich über ihre Schulter, um auf den englischsprachigen Zettel schauen zu können.

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Re: And turned our future upside-down

Beitrag von Gast am Mi 04 Nov 2015, 18:48

Schon die ganze letzte Woche hatte Lena wie auf heißen Kohlen gesessen und auf diesen einen perfekten Moment gewartet. Seit sie vor einigen Monaten in Einvernehmen mit Leon aufgehört hatte, die Pille zu nehmen, da war es eigentlich nur noch eine Frage der Zeit gewesen, dass sie irgendwann wirklich schwanger wurde und seit letzter Woche war sie drüber, sodass sie es heute mal gewagt hatte und sich zur Drogerie aufgemacht hatte, nachdem Leon zum Training abgehauen war.
Dass er der Mann für sie war, das war ihr schon so lange klar, dass sie sich ein Leben ohne ihn unmöglich vorstellen könnte. Für immer schien für sie plötzlich eine neue Bedeutung zu haben und es konnte nicht lang genug sein, wenn es nach der blonden Studentin ging.
Grundlegend hatte sich nichts verändert, seit sie mit Leon zur Weltmeisterschaft gegangen ist und er samt Mannschaft den Titel gelungen verteidigt hat. Für sie ging es danach direkt weiter mit Unistress, sodass sie sich die paar Wochen Auszeit wirklich gegönnt hatte und wo sie dabei ihrem Freund hatte zusehen können, wie er den Weltmeistertitel erfolgreich verteidigt hat, da war der Erholungsfaktor für sie wahrlich gestiegen, denn selten oder fast noch nie hatte sie ihn so glücklich gesehen.
Zurück in London war dann der Alltagsstress wieder über sie beide hergefallen, sie mit der Uni und er mit dem Training, wobei es bei ihr direkt von Anfang an besser gelaufen war, als bei ihm, denn Leon sackte erstmal ein wenig ein. Die Blonde hatte erst mal alles in ihrer Macht stehende versucht, um ihren Freund aufzuheitern und ihm dadurch zu helfen, was wohl irgendwie auch geklappt hat, denn schon bald stand er wieder mit Glanzleistungen auf dem Platz. Einen kleinen Anteil des Erfolgs sprach sie sich dabei dennoch zu.
Im Gegenzug hatte er ihr geholfen, wo er nur konnte, wenn es ums Lernen ging, doch war Leon bei sowas immer sehr schnell einer der Typen, die aufgaben, weil ihnen langweilig wurde. Irgendwann hatten seine Augen aufgehört in die Bücher zu starren und hatten sich gefühlt nicht satt sehen können an Lena, die in ihrem Lernoutfit bestehend aus Jogginghose und Top natürlich rattenscharf ausgesehen hat und sich selbst überhaupt nicht gefühlt hat wie im Penneroutfit, aber für zuhause ging sowas klar. Solang sie damit nicht auf die Straße ging, war alles ok. Doch schien er das wohl nicht so gesehen zu haben, denn bald hatte sich auch Lena nicht mehr konzentrieren können, wo seine Finger überall an ihrem Körper über Haut strichen. Die meisten ihrer geplanten Lernnachmittage endeten in Sex im Wohnzimmer oder Schlafzimmer oder wo auch immer sie gerade am Lernen war.
Er war also quasi ihre ganz eigene Anatomielernpuppe gewesen.
Und wo wir eben schon beim Lernen waren, genau das tat Lena auch gerade mal wieder, zumindest versuchte sie es, denn sich zu konzentrieren, wenn man genau wusste, dass der Freund sofort wiederkommen müsste und da eine ganz besondere Box auf der Anrichte im Flur stand, das fiel dann nicht so leicht. Lena platzte fast vor Anspannung, denn einerseits wusste sie zwar, dass sie schon mal über das Thema Kinder geredet hatten und das auch öfter als einmal, aber sie hatte trotzdem noch dieses etwas mulmige Gefühl im Bauch, dass er vielleicht seine Meinung nochmal geändert haben könnte.
Als das Rumpeln von der Eingangstür und der Abstellkammer her, Leons Rückkehr ankündigte, legte sie ihren Stift aus der Hand und schaute auf das Blatt unter sich. Allerhand stand da rauf und wenn sie genau drüber nachdachte, dann konnte sie sich nicht erinnern, dass sie das in den letzten Stunden geschrieben hatte, so weggetreten war sie in Gedanken gewesen.
„Willkommen zurück, Leon“, begrüßte sie ihn mit einem Lächeln und gab ihm einen kurzen Kuss, bevor ihr auffiel, dass er schon die Box in den Händen hielt. Schon stand sie von ihrem Stuhl auf und konnte ihre Freude ganz knapp im Zaumhalten, mit einem breiten Lächeln gestand sie dann trotzdem: „Mein Tag war wunderbar.“
Einen kurzen Moment überlegte sie noch, ob sie etwas zu der Box sagen sollte, entschied sich dafür nur kurz zu sagen: „Wenn du jetzt sofort reinschaust, dann lass mich dir vorher sagen, dass das … 100% wahr ist und … nicht gelogen, ja?“

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Re: And turned our future upside-down

Beitrag von Gast am Mi 04 Nov 2015, 18:55

Die Box schien richtig wichtig zu sein. Denn er sollte die auf jeden Fall öffnen, als er sie wieder zur Hand nahm und beunruhigt nickte. Was war denn da drin, dass Lena wie auf heißen Kohlen war? Missmutig blickte er seine Freundin an und dann zur Schachtel, die hoffentlich nichts schlechtes enthielt. Leon nahm den Deckel ab und blickte auf einen Zettel sowie einen Schwangerschaftstest. Verdutzt nahm er den Zettel heraus und blickte Lena an. "Was hat das zu bedeuten?", fragte er. Ihm war natürlich klar was das bedeutete, nur konnte er es nicht glauben. War sie wirklich schwanger? So richtig schwanger?! Ok, wie konnte man denn nicht richtig schwanger sein? Das war wie halb Fußball spielen, man tat so als würde man Fußball spielen indem man nur auf der Bank saß. Machte überhaupt keinen Sinn. Leon faltete den Zettel auseinander, wo seine Vermutung bestätigt wurde. Schwanger, definitiv. Der beiliegende Test sagte das gleiche, den er sich kurz anschaute. Könnte ja sein, dass sie ihn verarschte. Ein Händchen dazu besaß Lena sicherlich. Um an ihr Ziel zu kommen, tat sie gerne vieles. Er kannte sie, wusste es zu gut. Doch das war nicht gespielt, dass hier war echt und es freute ihn umso mehr er daran dachte. 

Grinsend legte er alles auf dem Tisch ab und trat auf seine Freundin zu, die er in eine langanhaltende Umarmung zog. Am liebsten wollte er sie nie wieder los lassen, so doll freute es ihn und wollte das es nicht ein Traum war. Natürlich hatten sie mal über Kinder gesprochen und das es nicht unbedingt sein musste, wenn sie gerade mal beide Mitte Zwanzig waren. Eher Anfang dreißig, aber das es jetzt eben halt war, machte das alles anders und Leon fand es nicht mal schlimm. "Ich freue mich so für dich! Nicht zu fassen, unglaublich...wow. Du, wir werden Eltern", brachte er vor Freude hervor und das war ihm anzusehen, je mehr er sich mit dem Gedanken beschäftigte Vater zu werden. Glücklich küsste er die Blondine und hielt sie fest in den Armen. Sie war die richtige, dass war ihm nach der Überraschung schlecht hin sowas von klar. Ein kleiner Mensch wuchs ab jetzt in Lenas Bauch heran, der ihr Leben und auch seins Grund auf verändern würde.
Da war seine Meldung über die wohl mögliche Vertragsverlängerung ziemlich mager. Doch musste auch darüber gesprochen werden. Schließlich hing es auch davon ab, ob sie noch weiterhin in London leben wollte und das noch ein paar Jahre mehr oder zurück in den Ruhrpott wollte. Ihm war es egal. Er war einer der Top Spieler Europas, auch wenn das zu hoch gegriffen war. Aber hey, nicht jeder verteidigte eine Weltmeisterschaft und dann auch noch im eignen Land, gewann nebenbei Mega Titel der Premier League! 

Bevor er ihr davon erzählen würde, küsste er Lena lange und anspruchsvoll. Denn es gab ja nicht jeden Tag eine Kind Überraschung. Erst dann ließ er seine Stirn gegen ihre gleiten und lächelte sie von oben herab an. "Ich bin wirklich wirklich glücklich darüber und freue mich für dich...nein für uns beide. Mensch, wer hätte das gedacht!" Leon setzte sich erst einmal mit ihr hin, sodass sie halb auf seinem Schoß sah und ihm knapp in die Seele sehen könnte. "Ich hab auch etwas zu erzählen, man kann es wohl nicht gleich stellen mit dem Baby. Doch ist es trotzdem wichtig. Heute nach dem Training hab ich mit dem Manager gesprochen, der mir ein Angebot unterbereitet hat. Etwa ich kann bis 2022 verlängern oder verlasse London in ungefähr zwei Wochen mit dir zusammen", erklärte er. Er wartete Lenas Antwort ab. Denn ob er verlängerte, daran hatte ihre Meinung auch einen gehörigen Anteil.

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Re: And turned our future upside-down

Beitrag von Gast am Mi 04 Nov 2015, 18:55

Die Zeit verging wie in Zeitlupe während Leon die Box öffnete und dann erstmal einen Moment brauchte, um die Botschaft des enthaltenen Tests zu begreifen. Sie verstand das und wartete geduldig, auf seine Reaktion. Sie hatte es zunächst ja auch nicht glauben können und das obwohl sie schon eine Vorahnung gehabt hatte.
Letztlich kam aber doch eine Reaktion und die gefiel Lena, denn mit einem breiten Grinsen legte Leon alles auf dem Tisch ab, trat zu Lena und zog sie in eine Umarmung, die sie sichtlich genoss. Es fiel ihr in diesem Moment ein riesen Stein vom Herzen, da ihr jetzt bewusst wurde, dass er sich wohl mindestens genauso freute wie sie. Sie würden einfach Eltern werden. Sie und der Typ, der früher mal ihr bester Freund war, den sie dann nicht mehr ausstehen konnte, den sie dann nach Ewigkeiten wieder getroffen hat, dem sie ihr Herz geschenkt hatte. Es fühlte sich so richtig an und dennoch hatte sie Angst vor der Zukunft. So ein bisschen.
Während er vor Freude kaum vernünftige Sätze formen konnte, lächelte sie nur glücklich und nickte. Es war ein unbeschreibliches Gefühl und der Gedanke, dass in ihr jetzt ein Kind heranwuchs… Leons und ihr Kind.

Glücklich erwiderte sie Leons Kuss, schlang ihre Arme um seine Mitte und wollte am liebsten gar nicht mehr aus dieser Umarmung, was allerdings wohl nicht sein sollte, denn nach einem weiteren langen Kuss löste sich Leon von ihr und setzte sich, zog sie mit sich auf seinen Schoß und begann zu erzählen. Dass man das nicht mit der Überraschung Lenas gleichsetzen könnte, es aber wichtig war. Lena rutschte ein bisschen, setzte sich bequemer hin und hörte Leon dann aufmerksam zu, denn es schien wohl wirklich wichtig zu sein, wenn er schon so anfing.
Dass er sie in diese Entscheidung miteinbeziehen wollte, fand sie äußerst lieb von ihm, besonders jetzt. Doch fühlte sie sich selbst nicht ganz in der Lage, ihn zu einer Entscheidung zu drängen, weshalb sie selbst erstmal überlegte. „Weißt du, du kannst wohl bei beidem Vor- und Nachteile ziehen…“, startete sie dann und fuhr ihm mit einer Hand durch die Haare, lächelte liebevoll: „Und ich sehe kein Problem darin, in zwei Wochen wieder nach Deutschland zu ziehen, besonders jetzt, wo wir später vielleicht für jede Hilfe unserer Eltern dankbar sein könnten“ Erneut stoppte sie kurz und überlegte einen weiteren Moment: „Andererseits ist England nicht aus der Welt und wir haben hier auch genug Freunde, die wohl auch schon Eltern sind… Der Knirps könnte bilingual aufwachsen, mehr oder weniger zumindest. Mir ist es egal, was für eine Entscheidung du triffst, wir werden dich nicht verlassen und allein lassen, so schnell wirst du uns nicht los. Entscheide so, wie du denkst, dass es am besten für dich und deine Karriere ist. Den Rest kriegen wir schon irgendwie hin, haben wir bisher ja auch, nicht wahr?“ – „Außer du beschließt, dass es für uns nach Frankreich geht, dann musst du auf uns verzichten“ Sie lachte erneut und schaute Leon in die Augen: „Wir haben bisher noch alles zusammen geschafft, also mach dir da jetzt keine Sorgen“

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Re: And turned our future upside-down

Beitrag von Gast am Mi 04 Nov 2015, 18:56

Leon hörte ihr genau zu. Denn es hing daran, ob sie in England blieben oder zurück nach Deutschland gingen. Nach der Meldung des Tages musste der Blues Spieler genau überlegen, denn es gab viele Vor -und Nachteile hier zu bleiben oder wegzugehen. Beides war toll und gut, jedes besonders für sich. Es hing davon ab was eben besser für den Knirps in Lenas Bauch wäre. Sollte er zwischen den Kindern seiner Mitspieler aufwachsen oder daheim in Bochum bei seinen Großeltern denen sie die frohe Nachricht ja noch verkünden müssten. Geschockt fiel ihm das Gesicht fast runter. "Lena? Wir müssen das ja noch unseren Eltern sagen!", gab er nervös ab. 

Jetzt gab es wirklich viel was sie bedenken mussten. Und Leon war damit etwas im Arsch. Nein er war ein Arsch! Denn ihm fiel geradewegs die Decke auf den Kopf, so viele Gedanken schwirrten gerade gleichzeitig in seinem Kopf herum. Die Karriere, die Unterkunft, das Baby und die verdammte Zukunft! Alles war ein bisschen viel für ihn. Das er nicht gleich zusammen klappte sagte alles. Er riss sich gerade noch so am Riemen, versuchte seine Miene zu glätten und sie lächelnd, froh gesinnt anzusehen. Schlug doch fehl, wieso machte er das denn? Wo sollte ihr Kind bloß aufwachsen? Er musste sich entscheiden. 

London war toll, mehr als das. Die Stadt war unglaublich schön, der Verein ein Traum, die Mitspieler nett und die Fans unterstützend. Seine alte Wirkungsstätte hatte das gleiche zu bieten. Bochum war Lenas und seine Heimat, Schalke sein Verein wo er groß geworden war, Mitspieler und Freunde spielten bei diesem großartigen Verein, der ebenso tolle Fans hatte. Keine leichte Entscheidung, ganz gewiss nicht und er musste sich ernsthaft sowie gut entscheiden. Den Fehler rückgängig machen könnte Leon nur bedingt. "Die Entscheidung ist wirklich nicht leicht", sagte er ruhig, nachdem er einmal ausgeatmet hatte und sich unter Kontrolle hatte. Teilweise vielleicht.

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Re: And turned our future upside-down

Beitrag von Gast am Mi 04 Nov 2015, 18:57

Sie war froh, dass Leon ihr ganz aufmerksam zuzuhören schien, denn sie wollte sich nicht wiederholen müssen, wo sie sich sicher war, dass sie es nicht nochmal so gut in Worte packen konnte, wie sie es eben von sich gegeben hatte.
Überrascht beobachtete Lena die Wandlung im Gesicht ihres Freundes, der wohl alles daransetzte weiterhin möglichst gelassen und cool zu sein. "Lena? Wir müssen das ja noch unseren Eltern sagen!", teilte er ihr geschockt mit und sie konnte sich ein kurzes Kichern nicht verkneifen, während sie weiterhin zärtlich durch seine Haare strich und ihn ansah: „Das hat noch Zeit, wir sollten uns selbst erstmal an den Gedanken gewöhnen, dass wir in ein paar Monaten nicht mehr nur zu zweit sind“
Davon abgesehen, dass es da ja sowieso diese 3 Monats Marke gab, die als erster Indikator für eine gut verlaufende Schwangerschaft diente. Davor konnte so viel passieren, aber ab da konnte man wohl erstmal auf der sicheren Seite sein. Doch sie wollte ihn nicht noch mehr aus der Ruhe bringen, als er es ohnehin schon wirkte. Es war für sie kaum vorstellbar, was ihm gerade alles durch den Kopf gehen musste. Sicherlich hatte sie ihren Teil der Entscheidung einfach auf ihn abgewälzt, doch wollte sie ihn nicht zu der einen Option drängen, wenn er damit später vielleicht unglücklich wäre und sie verantwortlich machen könnte, was sie natürlich nicht glaubte, aber so stand sie wenigstens auf der sicheren Seite. Wobei sie sich sowieso zu 100% sicher war, dass sie das Kind schon schaukeln würden, egal für was er sich entscheiden würde. Sie waren beide mittlerweile erwachsen genug, um ihre Entscheidungen nachsichtig und durchdacht zu treffen. Es drängte ihn ja auch keiner zu einer Entscheidung. Niemand hielt ihm eine Pistole an den Kopf und zwang ihn zu einer Entscheidung in 10 Sekunden.
Während er sich also stumm den Kopf zermarterte und versuchte auf einen grünen Zweig zu kommen, schaute Lena ihn nur stumm an, traute sich nicht etwas zu sagen und würde ihm doch gern die Entscheidung gern abnehmen. Aber wie sie gesagt hatte, sie würden das Kind schon irgendwie geschaukelt kriegen. Egal wie er sich entschied.
Letztlich stand sie dennoch auf, gab ihm einen kurzen Kuss auf die Wange und begab sich in die Küche, um Teewasser im Kessel aufzusetzen. Nicht nur für sich, vielleicht würde es Leon ja auch helfen. Nachdem das Wasser gekocht hatte und sie den Tee aufgegossen hatte, lief sie mit den Tassen zurück zu Leon, stellte sie auf dem Tisch ab und setzte sich wieder zu ihm. „Weißt du, ich weiß, dass es nicht die fairste Sache ist, dass ich die Entscheidung ganz auf dich abwälze, wo du mir so bereitwillig eine Stimme gegeben hast…“, begann sie und setzte sich im Schneidersitz neben ihn, sodass sie ihn ansehen konnte: „… aber ich möchte nicht, dass du meine Meinung mehr wertest, als sie vielleicht wert ist. Ich könnte sagen, dass ich zurück nach Bochum möchte, damit unser Kind in der großen Familie aufwächst, die es dort hätte. Mit deinen Eltern und Geschwistern, meinen Eltern und Geschwistern und all unseren Freunden, aber vielleicht wäre das die falsche Entscheidung, weil es für dich mehr Sinn gemacht hätte, wenn wir hiergeblieben wären. Andernfalls könnte ich sagen, dass ich in London bleiben möchte, weil uns hier bisher noch alle Türen offen stehen und wir hier mittlerweile auch eine große Familie haben… Nur eben nicht durch Blutsverwandtschaft, sondern durch Freundschaft. Aber auch das könnte die falsche Entscheidung sein, das wissen wir jetzt nicht. Doch möchte ich nicht das Risiko eingehen, dass du später denkst, dass ich dich zu irgendeiner Entscheidung gedrängt hätte, weil lieben werde ich dich in London oder in Bochum, das ist gleich. Mit liebenden Eltern und einer liebenden, großen Familie wird unser Kind aufwachsen, ob hier oder in Bochum, das ist gleich. Verstehst du worauf ich damit hinaus will?“ Mit einem sanften Blick strich sie Leon zärtlich über die Wange und atmete kurz tief ein und aus: „Wir werden dich egal wo lieben und dein Sohn oder deine Tochter und ich, wir werden beide mit dir die Zukunft bestreiten, egal wo. Also triff bitte die Entscheidung, die du als besser erachtest. Unabhängig von mir oder unserem Kind, sondern abhängig von dir und dem was du willst, ja? Den Rest kriegen wir geschaukelt, egal wo.“

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Re: And turned our future upside-down

Beitrag von Gast am Mi 04 Nov 2015, 18:57

Leon lachte unsicher. Na wenn sie das so sah. Er war doch derjenige, der Geld anschaffen musste...ok das war das kleinste Problem. Aber in einigen Monaten wären sie zu dritt, ganz anders als vorher und nicht gerade leicht. Sie musste ja nur das Kind austragen und danach würden sie sich beide darum kümmern. Ihm überkam aber auch die Angst ein schlechter Vater zu sein, vielleicht wegen seines Alters? Könnte sein. Vielleicht wussten seine Schwager ja einen Rat und konnten ihn beruhigen. Denn Leon wollte ab jetzt schon alles richtig machen. Er wollte seinem kleinen Pups ein guter Vater sein, der ihm bei allem half und vor allem wollte er Lena glücklich machen. "Na wenn du meinst...", sagte er leise und fuhr sich durch die Haare. Lena konnte sich doch nur sicher sein, weil sie den leichteren Part von ihnen hatte, eventuell. Denn ihm kam das hübsch gerade so vor als würde er jetzt schon alles vermasseln.
Stumm überlegte Leon. Was wäre denn das beste für ihre Familie, die sie in den nächsten Monaten hätten? Er wollte natürlich, dass diese es gut hatte. Seine sportliche Situation sollte natürlich auch nicht leiden. Er liebte Schalke, mochte aber allerdings auch den Chelsea FC, der ihm viele Vorteile gebracht hatte. Ohne Frage waren beide tolle Vereine, hatten eine tolle Liga. Er konnte mit beiden Vereinen großes erreichen, ok mit Schalke nicht die Meisterschaft, aber das wusste jeder der etwas mit Fußball zutun hatte. Aber das war ja auch nicht wichtig. Doch konnte er seinen Anteil dafür leisten, dass jeder Klub gute Spiele machte und später gut dastand. Es war seine Entscheidung und Lena würde ihm beistehen. Er vertraute ihr, hatte ihr einen Stimmenanteil gegeben, den sie wieder abgab und erst wieder nehmen würde, wenn er eine Entscheidung traf. "Ich weiß...", murmelte und sah zum Fenster hinaus, womit man auf die Themse sehen konnte. Würde er das vermissen, wenn er zurück in Bochum war? Vielleicht. Jeden Morgen mit dem Blick auf einen Fluss, der berühmt war. London war schön, ohne Frage. Bochum auf seine Art und Weise. 
Seine Freundin hatte sich kurzerhand erhoben, um Tee aufzusetzen und wenig später mit zwei Tassen wiederzukommen. Das tat sie in manchen Situationen immer, was Leon ganz süß fand und seine Entscheidung näher bringen würde. Auf dem Heimweg hatte der Fußballer schon überlegt und kam wie jetzt zu keinem Schluss. Doch meinte er seiner Entscheidung immer näher zu kommen. Er mochte beide Städte, liebte die Menschen beiderseits, konnte nicht nein zum etwas schnelleren Fußball Englands sagen, aber einerseits den etwas ruhigeren deutschen Fußball auch nicht. Eine Bauchentscheidung vielleicht, die er durchzog. "Du hast Recht, es liegt eigentlich gänzlich meiner Position was das richtige ist. Alles daran kann toll sein, egal für was ich mich entscheide. Ich bin froh, dass du so hinter mir stehst, Schatz", sagte er. Lenas Zureden und Rat ließ ihn nochmal etwas anders schauen und besser entscheiden. Auf beiden Seiten gab es vieles was er hätte, nur anders verteilt. Freunde und Familie in Deutschland, nur Freunde in Großbritannien. Der Fips hätte gleichmäßig viele Menschen, die sich um ihn kümmern würden. Und sie hätten es ebenso, Freunde, die für sie da wären hier und in der Heimat Eltern, Geschwister, beste Freunde, die einem zuhörten. Schwere Sache, doch fuhr Leon auf der Zielgeraden. "Danke, ich bin froh drum" Dankbar küsste er sie und verharrte eine Sekunde, schaute sie an. 
"Ich denke, ich weiß es. Wir gehen den Schritt und bleiben hier. Ich unterschreibe morgen den Dreijahresvertrag. Hier haben wir alles genauso, vielleicht nur auf anderes Ebene, aber im Prinzip findet man alles genauso vor", entschied er. London war gut, hatte vieles und sie steckten in keiner Einöde, wie Leon ein wenig bezweifelte. Er hatte Zeit seines Lebens im Ruhrpott gehockt, jetzt konnte er die Welt sehen, spielte mit Superstars des englischen Fußballs zusammen und seine Freundin erfuhr ebenso vieles was sie vielleicht dort anders gehabt hatte. Sollte es ihnen hier nicht gefallen, was möglich wäre. Der Schritt nach Deutschland wäre dann eben eine Abzweigung auf ihrem richtigen Weg.

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